[Aktive Innenstadt] Denunzianten-Hotline (junge Welt)
Jürgen Helten
juergen.helten at die-linke-koeln.de
Mon Jun 19 08:19:58 CEST 2017
Guten Morgen liebe Genoss*innen,
wenn ich so etwas wie unter http://gleft.de/1KR lese, weiß ich warum ich
Mitglied der LINKEN geworden und Samstag mit hunderten Menschen (Demo
/Das Problem heißt Verdrängung) /auf die Straße gegangen bin. Wir
sollten überhaupt, nicht nur im Bundestagswahlkampf, unmissverständlich
nach außen tragen worin /die Zukunft für die wir kämpfen /liegt, nämlich
/soziale Sicherheit statt Hartz IV, Armut und Schikane. /
Dem Anschein nach haben sich in Köln die Bundespolizei, das Ordnungsamt
und die DB Sicherheit zu einer unsäglichen Allianz verschworen,
bedürftige Menschen zum gemeinsamen Feind und das direkte Umfeld des
Hauptbahnhof, konkret den Breslauer Platz zum Kampfgebiet erklärt. Weder
mit tierischer Unterstützung noch Denunzianten-Hotlines zieht man gegen
Obdachlose unter anderem zu Felde, sondern mit Taten. Es ist
offensichtlich das erklärte Ziel von Armut betroffene Menschen aus dem
Umfeld des Hauptbahnhof zu vertreiben.
Gruppen, wo sich Bürger*innen privat und ehrenamtlich für Menschen am
Rande der Gesellschaft engagieren bekamen wiederholt mitgeteilt dass sie
an ihrem gewählten Standort (wo sie Essen und Getränke verteilen) nicht
bleiben können. Stattdessen nennt man allen ernstes die wohl
stadtbekannteste Kloake, den Tunnel Johannisstraße, als mögliche
Alternative für einen neuen Standort. Wo man sehr wahrscheinlich wieder
vertrieben wird, spätestens nach Fertigstellung der Via Culturalis.
_Schlussbemerkung_
Wenn die Stadt Köln (in Vertretung des Ordnungsamt) Kenntnis von den
hygienischen Zuständen des Tunnel Johannisstraße hat und selbigen
trotzdem als Standort zum verteilen von Essen und Getränken an
Bedürftige vorschlägt, dann ist dies aus meiner Sicht in mindestens zwei
Fällen verfassungswidrig. Zum einen weil die Stadt Köln, vertreten durch
das Ordnungsamt, die Würde betroffener Menschen missachtet und als
staatliche Gewalt nicht schützt. Zum anderen weil dies eine
offensichtliche Missachtung von Art. 1 Abs. 3 GG ist.
Solidarische Grüße
gez. Jürgen Helten
--
Mitglied im Vorstand des Ortsverband Innenstadt/Rodenkirchen
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